Obedience Geschichte des Sports Obedience hat seinen Ursprung in Großbritannien, wo es bereits vor 1925 entstand. In der ersten Zeit waren die Prüfungen aber nur Bestandteil einer Vielseitigkeitsprüfung für Hunde. Diese Vielseitigkeitsprüfungen wurden im Jahr 1919 vom britischen Zuchtverein für Deutsche Schäferhunde eingeführt. Als Sport entdeckt wurde Obedience erst nach dem Zweiten Weltkrieg. In Deutschland wurde im Jahr 2002 eine gültige Prüfungsordnung erarbeitet, so dass nun auch hierzulande interessierte Hundesportler die Möglichkeit haben, Prüfungen abzulegen. Was ist Obedience? Obedience ist eine Hundesportart, und heißt nichts weiter, als "Gehorsam". Und tatsächlich besteht diese Sportart überwiegend aus bekannten Gehorsamsübungen, wie : Fuß - Gehen, Apportieren, Vorausschicken, Abrufen, Bleib - Übungen und Sitz, Platz oder Steh aus der Bewegung. Es gibt aber auch Übungen, wie die Distanzkontrolle, bei der der Hund in großem Abstand zu seinem Besitzer eine Reihe von Positionswechseln (Sitz, Platz, Steh) ausführen muss, ohne sich dabei von der Stelle zu bewegen, oder die Geruchsunterscheidung, bei der es darum geht, dass unter mehreren gleich aussehenden Gegenständen vom Hund derjenige herausgesucht und apportiert werden soll, der den Geruch seines Besitzers trägt. Was ist anders am Obedience?? Beim Obedience wird nicht stur nach "Schema F" ein auswendig gelernter Ablauf bestimmter Schrittfolgen und Richtungswechsel abgespult. Bei einer Prüfung bestimmt der Richter den Ablauf immer wieder neu. Der Hundeführer tut also alles nur auf Anweisung des Richters - jede Wendung, jeder Tempowechsel, jedes Anhalten oder Losgehen werden angesagt. Der Hund muss sich zwangsläufig auf seinen Menschen konzentrieren, um zu erfahren, was er als Nächstes tun soll. Hundeführer, die mit ihren Hunden alle Übungen immer nach demselben, wiederkehrenden Muster ausgeführt haben müssen hier umdenken. Obwohl Obedience nichts weiter als Gehorsam ist, wird dieser Gehorsam ohne Zwang erreicht. Durch die Motivation über Futtergabe und besonders über den Spieltrieb der Hunde erreichen wir, dass der Hund die von ihm erwünschten Handlungen freudig zeigt. Ziel ist eine exakte Vorführung, bei der auch das harmonische Verhältnis zwischen Hund und Hundeführer beurteilt wird. Es wird auch das Verhalten des Hundes gegenüber Artgenossen und dem Menschen überprüft.   Für wen ist Obedience geeignet? Beim Obedience kommt es auf Präzision, akkurates Apportieren, gerades Vorsitzen u.s.w. an . Diese Dinge erfordern eine Menge Übung - auf Sportlichkeit kommt es nicht so sehr an. Eine gute Möglichkeit also, auch für Hunde, die durch ihre Körpergröße, oder Gesundheit für andere Sportarten nicht infrage kommen, erfolgreich Hundesport zu betreiben. Der Hundeführer benötigt von seiner körperlichen Verfassung her keine besonderen Voraussetzungen. Eine durchschnittliche körperliche Fitness ist ausreichend für diese Sportart.